Über den Preis des Funktionierens, die Illusion der Selbstoptimierung und den ersten ehrlichen Schritt in das Leben, was du wirklich willst.
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Diese Frage hat mich gestern Abend von einer Freundin erreicht: „Ich frage mich, warum die Energien, dem einen den Boden unter den Füßen wegziehen und andere merken gar nichts davon?🤷♀️“
Und ja, irgendwie erzählen mir auch alle von einer unglaublichen Müdigkeit und Erschöpfung und der Erkenntnis, dass sie seit Jahren Raubbau an ihrem Körper betrieben haben, um irgendwie zu funktionieren und durchzuhalten.
Wir halten durch, funktionieren irgendwie, kommen irgendwie über die Runden und dann kommt der Punkt, an dem geht es einfach nicht mehr. Bei manchem ist uns völlig klar, womit wir uns über Wasser halten, exzessive Verhaltensweisen, Süchte von Scrollen bis in die Nacht hinein über Alkohol und Shoppen bis hin zu kurzen Ausflüchten aus dem Alltag, die uns dann letztlich doch mehr Kraft kosten, als Kraft bringen. Wir erkennen diese Hilferufe selbst bereits, darüber müssen wir also nicht mehr reden.
Schwieriger wird es da schon bei dem, was auf den ersten Blick gut und richtig aussieht: Der Spaziergang im Wald, die Meditation, die Morgenroutine, das Dankbarkeitstagebuch…du tust alles und fragst dich trotzdem, warum du dich am Ende des Tages so leer fühlst.
Dazu kommen noch die unzähligen inneren Erkenntnisse, das ständige Weiterentwickeln und Arbeiten an dir selbst, doch irgendwie trägt dich einfach gar nichts mehr. Nichts erfüllt dich, nichts bringt dich wirklich voran.
All die Regulationstools und Selbstfürsorge tun irgendwann nicht mehr für dich, als die Kosten deines Lebens zu tragen, das dich viel mehr kostet, als es dir gibt.
Wir betäuben uns mit all diesen Dingen und nehmen uns den letzten Rest an Energie dadurch, der uns für das bleibt, was wir eigentlich längst hätten tun sollen: Gehen. Etwas verändern. Handeln.
Denn Reisen, Waldspaziergänge oder Ausflüge, all das bringt dich letztlich immer wieder nur zu einem Ort zurück: Da, wo du losgegangen bist. Du kannst gar nicht weit genug laufen, um all dem zu entfliehen, von dem du wirklich wegwillst. Erkenntnisse erzeugen einen Sog, sie gaukeln uns vor, wir hätten etwas erreicht, sind aber letztlich in unserem Leben keinen Schritt weitergekommen. Und Tagebücher, Pläne und Visionboards sind ehrlich gesagt auch nur eins: ein erweitertes Selbstgespräch.
Lass uns beginnen EINES dieser Dinge zu verändern – wenn du willst – ja?
Also Frage dich diese Woche ganz ehrlich: Wovon willst du endlich weg?
Und was willst du stattdessen?
Welche Gedanken/Ideen/Impulse/Träume/Wünsche in dir lassen endlich wieder Energie in dein System zurück kehren?
Und anstatt diese Woche das alles nur durchzudenken und durchzufühlen, tue eine Sache: Sprich darüber! Sprich über eines der Dinge, das dir gut tut und wieder Energie bringt. Mit einer Freundin/einem Freund, deiner Partnerin/deinem Partner oder deiner Familie.
Bitte nicht mit einem Coach, sondern mit jemand, der wirklich Teil deines privaten/persönlichen Lebens ist.
Es muss nichts Großes sein, was diese Woche passiert: Kein Umzug, kein Beziehungsende, kein Beitritt in nem Fitnesstudio oder Wechsel in einen neuen Job.
Du musst die Dinge nicht sofort umsetzen, du musst nur darüber sprechen!
In dieser Woche geht es nur darum, das ganze Neue mal wirklich Teil deines Lebens werden zu lassen, weil du es frei lässt, weil du es wachsen lässt, weil du es teilst. Und ja, es kann auch unbequem sein, vielleicht ist das auch gut.
WICHTIG: Es geht nicht darum, dass du Verständnis von deinen Freunden, deiner Familie oder deinem Partner erhältst für deine Wünsche/Träume, es geht lediglich darum, dass du sie einmal mutig ihnen gegenüber eingestehst, dass du sie laut aussprichst! Bitte denke daran, wenn es schwierig wird.
Vielleicht kannst du ja mit deinem Partner darüber sprechen, dass du dir eigentlich was ganz anderes wünschst für deine Zukunft – wird das ein leichtes Gespräch? Nein. Wirst du danach mehr Klarheit haben und dich befreiter und sogar leichter fühlen? Ja, definitiv! Versprochen.
Es geht um den kleinen Mut, deinem Leben mehr Raum zu geben, das du dir von Herzen wünschst.
Und wenn du keine Bilder hast, dann sprich einfach über das Gefühl des Lebens, das du dir wünschst.
In dieser Woche geht es einfach nur darum, endlich etwas in Bewegung zu bringen und ja, es kann so „einfach“ sein.
Ich weiß, du hättest vielleicht gerne gehört: Tu es! Handle! Setze um! Geh raus! Ändere etwas! JETZT!
Aber ich bin der festen Überzeugung, dass viele von uns gerade an einem Punkt sind, an dem einfach die Kraft dafür fehlt (fühl mal in dich rein) und deshalb, lass uns einen SANFTEN Weg gemeinsam gehen – bist du dabei?
In der nächsten Wochenbotschaft mehr dazu…
Ein schönes Zitat, was mir in der letzten Woche in die Hände gefallen ist und mich seitdem begleitet – ich lade dich herzlich ein einmal hineinzufühlen:
„Manchmal ist das Schwierigste nicht das Loslassen, sondern zu lernen, von vorn anzufangen.“
Song der Woche
Daniel Cloud – Here I Go
Von Herzen
Chrissie